Haben auch Sie unterschrieben? Dann gratuliere ich Ihnen zu dieser notwendigen und weitsichtigen Tat!

Der Kantonsrat hat im Rahmen des Konsolidierungsprogramms, kurz KP17, im Dezember 2016 über die kantonalen Unterstützungsgelder für Musikschulen an die Gemeinden befunden, und ist dem Vorschlag des Regierungsrates gefolgt; die Pro-Kopf-Beiträge von heute 350 Franken auf 175 Franken zu kürzen. Für den fehlenden Betrag müssen entweder die Gemeinden oder aber die Eltern via höhere Musikschulgelder aufkommen. Da liegt nicht mehr leise Musik in der Luft, das ist ein Paukenschlag oder besser gesagt, das ist eine Ohrfeige an alle, die überzeugt sind, dass Musik ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung und Bildung jedes Kindes und von jedem Jugendlichen ist.

Gegen dieses kurzsichtige und einseitige Sparen haben der Verband der Musikschulen des Kantons Luzern, der Verein der Musikschullehrer- und Lehrerinnen, der Verband des Personals öffentlicher  Dienste, die Luzerner Allianz für Lebensqualität, inklusive der Sozialdemokratischen Partei, das Referendum ergriffen. Innerhalb kürzester Zeit, man staune, wurden 4000 Unterschriften gesammelt.

Mit der Halbierung der Musikschulbeiträge gefährdet man die Chancengleichheit für Familien mit mehreren Kindern, oder Familien mit einem knappen Budget können sich diesen Unterricht in Zukunft nicht mehr leisten.

Die Massnahme trifft ebenso die Musikschullehrpersonen; durch den Rückgang der Schülerzahlen geraten die sehr gut ausgebildeten Pädagogen in eine finanzielle Notlage. Die bereits heute tiefen Löhne können nicht noch mehr gekürzt werden.

Die Unterstützung für das KKL ist schön und gut; aber wo wären wir ohne Förderung des Laienmusizierens im Rahmen von Musikschulen, Musikensembles, von Bands und Chören, welche einen wichtigen Teil des Kulturlebens unserer Dorfgemeinschaft ausmachen?

Das Referendumskomitee übergab am 15. Februar 2017 die erforderlichen Unterschriften und das Luzerner Stimmvolk wird voraussichtlich am 21. Mai über die Vorlage an der Urne abstimmen können. Sagen auch Sie JA für eine Musikschule mit erschwinglichen Tarifen und somit zu einer ganzheitlichen Bildung für unsere Kinder!

Würde ein Nein erfolgen, erlaube ich mir die Frage, ob der Gemeinderat von  Adligenswil eine Vorreiterrolle übernehmen sollte indem er den Fehlbetrag zu Gunsten einer lebendigen Musikschule ausgleicht. 

 

Silvie Grünwald, Präsidentin SP Adligenswil 

11. Mär 2017